Was wir wollen

Die Lärmliga hat folgende Hauptziele: 

Wir wollen die wissenschaftliche Erkenntnis, dass Lärm krank macht, politisch angehen und die Bevölkerung wirksamer schützen. Dabei betonen wir die enormen Gesundheitsrisiken von Lärm. In einem ersten Schritt wollen wir dem politisch Möglichen zum Durchbruch verhelfen: die Lärmgrenzwerte senken. Wenn Fahrzeuge und Verkehrsanlagen der neuesten Technik entsprechen müssen, wird viel Verkehrslärm vermieden.

Tiefere Emissionsgrenzwerte für Fahrzeuge

Die Lärmliga verlangt tiefere Grenzwerte für Motorfahrzeuge, Lokomotiven, Personenwagen, Güterwagen, Flugzeuge. Zu diesem Zweck vernetzt sie sich mit Lärmbekämpfungsorganisationen im EU-Raum, da die EU-Grenzwerte auch für die Schweiz verbindlich sind.

Planungswerte einhalten bei der Errichtung neuer Verkehrsanlagen

Neue Strassen und Bahnlinien wurden in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten erfreulich lärmarm geplant. Das soll auch in Zeiten noch knapperer Finanzen so bleiben. Das ASTRA (Bundesamt für Strassen), das die Nationalstrassen von den Kantonen übernommen hat, steht in der Pflicht, diese Tradition fortzusetzen. Wir begleiten es kritisch.

Bestehende Verkehrsanlagen haben die Immissionsgrenzwerte einzuhalten


Heute gewähren die Behörden routinemässig Erleichterungen für den Lärm. Der Immissionsgrenzwert darf dann nach Belieben überschritten werden. Daher gibt es in der Schweiz weiter über eine Million übermässig Belärmte. So kommt es zum Paradox: Das Umweltschutzgesetz schützt den Lärm und nicht die Menschen. Wir fordern harte Massnahmen. Z.B. können innerorts mit Tempo 30 auch auf Hauptverkehrsachsen an vielen Orten die Grenzwerte eingehalten werden.

Rücksicht und Respekt bei Freizeit- und Nachtlärm

Freizeitlärm stört Tausende von Anwohnenden von Vergnügungszonen, Freizeit- und Sportanlagen und von Betrieben der Vergnügungsindustrie. Zeitliche Betriebsbeschränkungen bieten häufig nur ungenügenden Schutz. Weil Freiheit stets auch die Freiheit der Anderen ist, fordern wir energisch mehr Rücksichtsnahme. Das genügt aber nicht: Die Inhaber lärmiger Betriebe haben durch einen Ordnungsdienst dafür zu sorgen, dass ihre Gäste ihre Lokalitäten diszipliniert verlassen und die Party nicht im Freien fortsetzen. Wir setzen uns auch ein für Ruhezonen im Gebirge und in ruhigen Landschaften, damit Stille weiter erlebbar bleibt.

Rechtsberatung für Lärmbetroffene

Die Lärmliga bietet Beratung an für Lärmbetroffene. Vgl. dazu unser Angebot (zur Zeit noch in Arbeit).

Vermittlung von Fachwissen

Zu diesem Zweck unterhält die Lärmliga Schweiz diese Website, publiziert Newsletters, veranstaltet Tagungen, betreibt Medienarbeite und unterstützt die Hilfe zur Selbsthilfe.

Unsere sachliche Stossrichtung beruht auf dem Schutz Gesundheit, denn Lärm ist nicht nur lästig, sondern gefährdet die Gesundheit. 

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