Fokus Lärm und Gesundheit

Statistische Erhebungen belegen, dass Lärm die Gesundheit schädigt.

Lärmbelastungen erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Gesundheitsschutz vor Strassenlärm

Lärmbelastungen erhöhen Herzinfarktrisiko

Wir fordern einen Mix aus allem Möglichen statt möglichst nix!

Wir fordern die Behörden der Gemeinden, Kantone und des Bundes auf, die Gesundheit der Bevölkerung endlich effektiv zu schützen. Es braucht einen Mix aus allen möglichen Massnahmen statt möglichst nichts zur Vermeidung des Fahrzeuglärms zu tun.

Die sechs Forderungen der Lärmliga Schweiz:

Die Lärmbekämpfungspolitik der letzten Jahre ist gescheitert, trotz eines Milliardenaufwands. Noch immer sind Millionen Anwohnende von Strassen schädlichem Lärm ausgesetzt. Die WHO spricht von über 4 Millionen Betroffenen, das BAFU von 1,6 Millionen schweizweit.

Die Wissenschaft weist eindeutige Risiken für die Gesundheit durch Dauerbeschallung am Tag und Aufwachreaktionen in der Nacht nach. Es braucht jetzt einen Paradigmenwechsel beim Lärmschutz: weg vom Schutz des Lärms mit papierenen Grenzwert-Tricksereien, hin zum wirksamen Schutz der Gesundheit der Strassenlärm-Opfer.

Will die Schweiz die Gesundheit ihrer Bevölkerung vor Strassenlärm endlich wirksam schützen, muss sie konsequent

  1. den Strassenlärm an der Quelle reduzieren und die Emissionen auf ein gesundheitsverträgliches Niveau begrenzen. Nicht mehr die Menschen ungeschützt dem Lärm aussetzen oder im besten Falle hinter Glas und Lärmschutzwände sperren und die Fahrzeuge weiter lärmen lassen.
  2. so viel Lärm wie möglich reduzieren, nicht so viel wie nötig: Vorsorgeprinzip statt Schildbürgereien. Schluss mit dem behördlichen Lärm-Minimalismus hin zum Bestmöglichen für den Gesundheitsschutz der Strassenlärm-Opfer.
  3. die Lärmgeplagten vor Aufwachreaktionen in der Nacht und vor Dauerlärmbelastung über 60 Dezibel tags und 50 Dezibel nachts schützen. Schluss damit, die Grenzwerte herauf- oder mit sogenannten Erleichterungen ausser Kraft zu setzen, wenn die Strasse zu laut ist. Das ist reine Papierli-Lärmsanierung und schädigt die Strassenlärm-Opfer.
  4. Es braucht einen «Mix aus allem Möglichen»: leisere Motoren und Reifen und Strassenbeläge und Temporeduktionen und Schallschutz und Sensibilisierung, bis der Schutz der Bevölkerungsgesundheit gewährleistet ist. Schluss mit dem ideologischem Ausspielen der Massnahmen gegeneinander auf dem Buckel der Strassenlärm-Opfer.
  5. Lenker von Motorfahrzeugen glaubwürdig zur Änderung ihres Fahr- und Mobilitätsverhaltens anregen. Schluss mit der Salonfähigkeit der immer schwereren, lauteren und rücksichtsloseren Fahrzeuge und Fahrweise ihrer Lenker-/innen.
  6. Tiefere Lärm-Grenzwerte für Lastwagen einführen und den Schwerverkehr über lange Strecken konsequent auf die Schiene bringen (deren Anwohnende ebenfalls besser zu schützen sind). Schluss mit der Zunahme der Lärmbelastung durch den Schwerverkehr.

 

 

zurück