St. Gallen / Appenzell Ausserrhoden

Verein AnStoss

Die kurvenreiche Kantonsstrasse von Altstätten SG über den Stosspass nach Gais AR ist schon seit langem eine beliebte Rennstrecke für Motorradfahrer und vermehrt auch für Autofahrer. Gefährliche Überholmanöver gefährden die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer, der Lärm an warmen, sonnigen Tagen hat ein unterträgliches Ausmass angenommen. Er betrifft Hunderte von Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinden Altstätten und Gais.

Deshalb gründete eine Gruppe von Anwohnerinnen und Anwohnern am 3. Januar 2013 den Verein AnStoss. Am 25. Februar reichte Kantonsrat Werner Ritter die Interpellation "Lärm macht krank" an die Regierung des Kantons St. Gallen ein. Sie wurde von weiteren 13 Kantonsräten aus dem ganzen Parteienspektrum unterschrieben. Anfang März starteten Vereinsmitglieder die Unterschriftensammlung für eine Petition, die polizeiliche und bauliche Massnahmen zur Eindämmung der Verkehrsexzesse verlangte und am 11. Juli mit 1035 Unterschriften den Kantonsregierungen von St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden sowie den Stadt- und Gemeinderäten von Altstätten und Gais übergeben wurde.

Die Antworten der St. Galler Regierung auf die Interpellation und die Petition fielen vorerst ernüchternd aus. Bauliche Massnahmen stiessen angesichts der überregionalen Bedeutung der Stossstrasse auf Ablehnung. Immerhin räumte die Regierung eine "übermässige Motoradlärmbelastung" ein und sicherte Polizeipräsenz zu. Dies wurde am 24. März 2014 an einem "runden Tisch" unter der Leitung des St. Galler Regierungsrats Fredi Fässler bekräftigt. An dieser wichtigen Zusammenkunft auf höchster Ebene nahmen neben den Vertreterinnen und Vertretern des Vereins AnStoss der kantonale Verkehrspolizeichef, der Kantonsingenieur, die Präsidenten der Gemeinden Altstätten und Gais, der regionale Vertreter des VCS und der Präsident der Lärmliga Schweiz teil.

Unsere wesentlichen Erfolge bestehen darin, dass die Polizeikontrollen deutlich zunahmen, dass wir bei Raserexzessen (meist erfolgreich) der Verkehrspolizei anläuten können und Plakate an der Stossstrasse zur Lärmvermeidung mahnen. Wir haben ein grosses Medienecho bis auf überregionale Ebene erhalten und die Bevölkerung und die Motorradfahrer für das Thema sensibilisiert. Grundsätzlich dürfen wir für uns beanspruchen, dass wir das Thema in unserer Region erstmals nachhaltig öffentlich gemacht und bewiesen haben, dass ein beharrlicher Einsatz zu einigen Verbesserungen der Lebensqualität führen kann.

Detaillierte Informationen und Kontaktmöglichkeiten bietet unser Homepage (www.lärmanstoss.ch).

 

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