Petition «Stopp den Lärmposern»

Raser

Zum Internationalen Tag gegen Lärm (28. April 2021)
Lärmbetroffene überreichen Petition «Stopp den Lärmposern» an den Bundesrat

Als Auftakt zum Internationalen Tag gegen Lärm haben Mitglieder der Lärmliga und Lärmbetroffene auf der Berner Bundesterrasse die Petition «Stopp den Lärmposern» mit über 17'000 Unterschriften an Bundesrätin Simonetta Sommaruga als Chefin des zuständigen Departements Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK überreicht. Die Petition richtet sich gegen den unnötigen Motorenlärm von überlau- ten Fahrzeugen in der Stadt und auf dem Land.

Töffs und PS-Boliden sollen weniger Krach machen

Die Bevölkerung hat das über hundert Dezibel laute Gedröhne von Motorrädern, schweren SUVs und Sportwagen satt. Inzwischen wird jedes zweite schwere Motor- rad mit Auspuffklappen verkauft, viele SUVs und Sportwagen zusätzlich mit völlig un- nötigen Klangverstärkern. Nationalrätin Gabriela Suter, die neue Lärmliga-Präsiden- tin, fordert: «Bundesrat und Parlament müssen diesen Lärmexzessen einen Riegel schieben. Über eine Millionen Menschen müssen an Schweizer Strassen mit zu viel Lärm leben. Sie tragen das Gesundheitsrisiko, während einige Krachmacher ihren lautstarken Spass haben wollen.» Lenker•innen von Autos und Motorrädern sollen nicht mehr als 81 Dezibel Lärm produzieren dürfen. Dafür braucht es harte Grenz- werte und «Lärmblitzer»; daran tüfteln derzeit zwei Schweizer Firmen zusammen mit der ETH Lausanne (EPFL). Damit sollen zu viel Krach machende Auto- und Motorrad- fahrer einfacher sanktioniert werden können.

Wir wissen: Verkehrslärm ist ein Risiko für die Bevölkerungsgesundheit

«Verkehrslärm ist eine unterschätzte Epidemie und der Strassenlärm das grösste Lärm- problem im Land!», moniert Gabriela Suter. An stark befahrenen Strassen ist das Risiko zu erkranken oder zu sterben um bis zu 20 Prozent erhöht. An den Folgen des Lärms sterben in der Schweiz jährlich 500 Menschen, Tausende erkranken an Herz-/Kreislaufstörungen und Diabetes. Die Kosten für die Behandlung der an Lärm Erkrankten tragen wir alle. Die volkswirtscahftlichen Kosten des Verkehrslärms betragen jährlich 2.7 Milliarden Franken. Rücksichtnahme ist angesagt. Unnötiger Lärm muss vermieden, z.B. das Fahren mit geöff- neten Auspuffklappen muss verboten werden. Präsidentin Suter: «Wir nehmen die Ver- kehrsverbände, die Fahrzeugindustrie und die sportlichen Lenker·innen beim Wort, wenn sie sagen, man könne mit einem Sportwagen oder einem schweren Motorrad anständig fahren!» 

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