Die Waadtländer Lärmbetroffenen freuen sich

Die Stadt Lausanne und der Kanton Waadt gehen beim Schutz vor Strassenlärm voran

Ab 2020 führt die Stadt Lausanne während der Nacht auf dem ganzen Stadtgebiet Tempo 30 ein – zum Schutz der Bewohner·innen vor Strassenlärm. Das kostet sie gerade mal 4,5 Millionen Franken. Die Waadt – und andere Westschweizer Kantone – machen zunehmend Ernst mit dem Lärmschutz, während in der Deutschschweiz bis auf wenige Ausnahmen weiterhin möglichst wenig getan wird.

Nächtliche Aufwachreaktionen sind besonders gesundheitsschädlich. Über eine Million Personen in der Schweiz, die an Strassen wohnen, bleiben aber trotzdem tagsüber und nachts ungeschützt, trotz Milliardenkosten und viel Leerlauf: Im Frühjahr 2019 mussten Bund und Kantone aufgrund neuer Zahlen zugeben, dass sie nur die wenigsten Strassen effektiv sanierten. Die Lärmliga Schweiz spricht von Scheinsanierungen auf dem Papier und moniert, die meisten Kantone und Gemeinden nähmen bei ihren Lärmsanierungen einen ungesetzlichen Zustand in Kauf – auf dem Buckel der Strassenanwohner·inn·en, die unter dem überm.ssigen Lärm leiden. Seit 2018 hätten überm.ssige laute

Strassen «an der Quelle» saniert sein müssen, wie es die Lärmschutzverordnung seit über 30 Jahren vorschreibt. Pro Jahr gehen 500 Todesfälle und Tausende

Erkrankungen auf Kosten des Strassenlärms (gemäss Nationalfonds-Studie Sirene, 2017).

Tempo 30 nachts setzt sich im Kanton Waadt durch

Das Lausanner Pilotprojekt, das auf zwei Strassen die Wirksamkeit von Tempo 30 nachts für die Lärmbekämpfung testete, macht Schule. Ab Frühjahr 2020 können alle Gemeinden im Kanton Waadt nachts Tempo 30 realisieren. Die Lärmliga begrüsst diese zukunftsweisende Massnahme und hofft, dass der Pioniergeist aus der Romandie die Deutschschweizer Behörden inspiriert.

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