Leiser_Newsletter vom 8. September 2021

 


Lärmbetroffene an Kantonsstrassen haben zu oft das Nachsehen

Oft erhalten wir Anrufe von Betroffenen, die an einer Kantonsstrasse wohnen. Heute war A. P. am Telefon, die seit Jahren bei Kanton und Gemeinde zu erreichen versucht, dass der übermässige Strassenlärm vor ihrem Einfamilienhaus reduziert würde. Dazu wäre der Strasseneigner gesetzlich verpflichtet. Aber denkste. Zwar hatte der Kanton vor zehn Jahren festgestellt, ihre Liegenschaft sei übermässig von Fahrzeuglärm betroffen, dann aber entschieden, sich selber Erleichterung zu gewähren – was A.P. nicht die geringste Entlastung bringt. Immer wieder dieses alte Lied. Frau P. ist inzwischen soweit, dass sie selber eine Lärmschutzwand aus Holz bauen will.

Neulich auch in Neerach Nord ZH: Hier ist es deutlich zu laut. Der Kanton findet, es seien «nur wenige Liegenschaften» vom Lärm über den Grenzwerten betroffen, erteilt sich Erleichterung, schiebt den Einbau eines lärmarmen Belages auf den Sanktnimmerleinstag, prüft eine Temporeduktion gar nicht erst und tut, als liesse sich das Problem mit einer halbbatzigen finanziellen Unterstützung für Schallschutzfenster lösen. Was für eine Politik ist das? Schauen Sie hier, wie so ein Bericht noch im April 2021 aussieht. Im Zürcher Unterländer finden Sie ausserdem ein Interview zur Situation in Neerach.

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Herzlichen Dank! Sie unterstützen damit direkt unsere lärmschutzpolitische Arbeit:

  • Mitglieder mit Beratung unterstützen, dass sie endlich Gehör für ihr Lärmschutzanliegen finden
  • Parlamentarier·innen motivieren, sich für die Gesundheit der Lärmbetroffenen stark zu machen
  • Sensibilisieren: Wir sind an einem neuen Videoclip zu Thema SUVs. Gerne möchten wir diesen vielleicht gar in Kinos bringen.

Geschäftsstelle neu zu besetzen

Seit acht Jahren besorgt die kommunikationsberater.ch für uns die Geschäftsstelle. Seither ist die Stimme der Lärmliga mehr und mehr gehört worden. Nun gibt die Agentur per Ende Jahr ihr Mandat ab. Geschäftsleiter Thomas Graf betont: «Wir gehen in einem positiven Moment und ohne schlechte Gefühle. Das Team ist sehr gut aufgestellt. Wir wollen einfach wieder mehr kreativ arbeiten. Gern auch wieder mal für die Lämliga!» So hat das Vorstandsteam nach einem Strategieprozess entschieden, die Geschäftsstelle mit einem neuen Pensum auszuschreiben. Falls Sie interessiert sind oder jemanden kennen: Geschäftsleiter:in 70 bis 80 Prozent.

Wir freuen uns, wenn Sie auch in Zukunft als Teil der Lärmliga-Gemeinschaft dabei sind.

Herzliche Grüsse

Gabriela Suter, Präsidentin Lärmliga Schweiz
Nationalrätin

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