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Strassenlärm
Werner Kälin, Vorstand Lärmliga

Werner Kälin,
Kommunikationsberater,
Vorstand Lärmliga

Häufchen mit Lärm machen

Es herbstelt wieder. Während des Übergangs vom Sommer zum Winter tauchen Ortsbilder und Landschaften in neue Farben ein. Herbstliches Rot, Gelb, Orange und Braun lösen das sommerliche Grün der Bäume ab. Irgendwann fallen deren Blätter sanft zu Boden, wo sie nur für kurze Zeit liegen bleiben. Die einen, weil sie der natürliche Wind wegbläst. Die anderen, weil der Lärmbläser zu Sache geht. Entschuldigung: der Laubbläser.

Wie bei jedem künstlichen Lärm, der unsere Gesundheit unnötig gefährdet, ist auch die Lautstärke beim Laubbläser nicht sakrosankt. Zugegeben: Diesen Herbst komme ich in meiner Wohngemeinde bisher glimpflich davon. Entweder haben sich die Werkhöfe andere Geräte angeschafft, oder sie haben sich für andere Arbeitsweisen entschieden. Beides sind tatsächlich Lösungen für weniger Lärm bei der Laubbekämpfung.

Lärmschutz ist Gesundheitsschutz

Um Benutzer:innen, Anwohner:innen und Passant:innen zu schützen, sollten Laubbläser möglichst leise sein. Angenehm im Einsatz sind leise Laubbläser, die ein geringes Gewicht und einen Elektromotor haben. Der Grund für die Laubbläser-Entscheidung ist oft die Arbeitserleichterung.

Vor allem beim Einsatz im Wohngebiet lässt sich diese aber relativieren. In einem Hausgarten oder einem Liegenschaftsumschwung um 500 Quadratmeter bringt das Gerät keine Zeitersparnis – macht also viel Lärm um nichts. Abgesehen davon: Laub gehört nicht per se weggemacht. Laub ist Lebensraum für Tiere, es verrottet und gibt Nährstoffe an den Boden ab.

Miteinander reden, statt einsam schweigen

Zurück zum Lärm: Er ist nach der Luftverschmutzung die grösste Gesundheitsbelastung in Westeuropa. Bei der Lärmbekämpfung geht es darum, den unnötigen Teil des Lärms an der Quelle zu verhindern. Das kann der Verzicht auf laute Arbeitsgeräte wie Laubbläser sein. Der Ärger über sie ist aber auch ein Symptom dafür, dass jeder und jedem der eigene Lärm am nächsten ist.

Ärgern Sie sich über den lauten Laubbläser ihres Nachbarn, können Sie ihm leisere Modelle empfehlen. Oder Sie bitten Ihre Gemeinde, auch zum Schutz der Mitarbeitenden leise Geräte anzuschaffen. Ähnlich sieht es bei Kinderlärm oder Lärm durch Jugendliche und Erwachsene im Ausgang aus: Hier können Sie miteinander reden, um sich zu verstehen, Lösungen und ein Gleichgewicht zwischen Toleranz und Rücksichtnahme zu finden.

Weniger Lärm im Alltag

Die Lärmliga Schweiz setzt sich als einzige NGO ausschliesslich für weniger unnötigen Lärm im Alltag der Menschen in unserem Land ein und setzt ihren Fokus – aus gesundheitsökonomischer Überzeugung – auf die Hauptursachen. In der Mitgliedschaft des Vereins Lärmliga Schweiz ist eine Stunde Beratung zu Ihrem individuellen Lärmproblem enthalten.

Diskutieren Sie mit? Was meinen Sie zu unserem Blogbeitrag? Was halten Sie von Laubbläsern?

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